Dankbarkeit als Schlüssel für Fülle im Leben

von | 1. Okt 2021

Ich möchte diesen Artikel mit einem Abschnitt aus einem meiner Lieblingsbücher beginnen:

Das folgende Zitat stammt aus dem Matthäus Evangelium im Neuen Testament. Jahrhundertelang hat es die Menschen vor Rätsel gestellt und bei vielen zu Verwirrung und Missverständnissen geführt. 

“Wer da hat, dem wird gegeben, dass er die Fülle habe. Wer aber nicht hat, dem wird auch das genommen, was er hat.” 

Sie müssen zugeben, dass einem dieser Vers beim Lesen ungerecht vorkommt, besagt er doch, dass die Reichen noch reicher, die Armen noch ärmer werden. Doch diese Stelle enthält ein Rätsel, das es zu lösen gilt, ein Geheimnis, das zu entschlüsseln ist; und wenn Sie die Lösung herausgefunden haben, dann hat sich für Sie eine ganz neue Welt geöffnet. Die Antwort, die im Lauf der Jahrhunderte so vielen Menschen entgangen ist, ist in einem einzigen Wort verborgen: 

Dankbarkeit.

“Wer Dankbarkeit hat, dem wird mehr gegeben, so dass er oder sie mehr als genug hat. Wer aber keine Dankbarkeit hat, dem wird auch das genommen, was er hat.”

(Aus dem Buch „The magic“ von Rhonda Byrne)

Somit haben wir es quasi von „höchster Stelle“ bestätigt, wie wir in unsere Fülle kommen. Mit Dankbarkeit.

Von der Theorie der Dankbarkeit in die Praxis

Soweit die Theorie. In der Praxis ist es recht einfach, dankbar zu sein. Jedenfalls für alles, was sich für uns gut anfühlt. Ist das nicht der Fall und etwas fühlt sich für uns nicht gut an, werden wir vor große Herausforderungen gestellt. Aber genau das sind in der Regel die Bereiche, in denen wir uns am meisten blockieren. Da steckt unser Entwicklungspotential.

Wie soll ich denn aber dankbar sein, wenn mir Jemand eine Parkbeule ins Auto macht und ich auf den Kosten für die Reparatur sitzen bleibe? Oder warum soll ich dankbar dafür sein, wenn mein Partner mich schlecht behandelt und womöglich auch noch hintergeht? Wie kann ich Dankbarkeit für mein Leben fühlen, wenn ich kaum das notwendige Geld besitze, um einigermaßen über die Runden zu kommen und ständig „am Hungertuch“ nage? 

Eine Frage meiner Selbstverantwortung

Im Endeffekt ist es immer das Gleiche. Ich bin Schöpfer meines Lebens, in dem ich das, was ich glaube, immer wieder in mein Leben ziehe. Die Energie folgt der Aufmerksamkeit (=dem, was ich glaube) und wohin ich meine Aufmerksamkeit richte, das wächst. Dieses Thema habe ich auch schon in anderen Artikeln beschrieben.

Die unangenehme Realität lautet also: alles, was in meinem Leben passiert ist und noch passieren wird, geht von mir selbst aus, durch das, was ich glaube. Ich richte mit meinem Glauben die Aufmerksamkeit in eine bestimmte Richtung, die Energie folgt der Aufmerksamkeit und sagt: „Du willst also noch mehr davon? Da hast Du es!“ Das ist das Gesetz der Resonanz. Was ich aussende, kommt zu mir zurück.

Ob ich will oder nicht: ich bin für alles, was in meinem Leben bewusst oder unbewusst geschieht, verantwortlich. 

Was es braucht, um auch für unangenehme Gefühle dankbar zu sein

Als erstes braucht es das Bewusstsein, das wir Alle immer Schöpfer unseres Lebens und damit auch dafür verantwortlich sind, was darin geschieht. Als mir das bewusst wurde, war es für mich ein überaus unangenehmes Gefühl. Ich dachte, dass ich es nicht schaffe, für mich voll verantwortlich zu sein. Das Konzept „Schuld an Andere verteilen“ war ja viel einfacher und ich war als vermeintliches Opfer fein raus. Innerlich wusste ich aber, dass es so ist und dass es mir nichts nützt, die Augen davor zu verschließen. Dann würde sich nie etwas ändern.

Dann habe ich ganz viel Mut gebraucht, mich dieser Aufgabe zu stellen und die volle Verantwortung für mich und mein Leben zu übernehmen. Was sich zu Beginn erst unangenehm angefühlt hat, hat sich mit der Zeit immer mehr in ein stärkeres Selbstwertgefühl gedreht. Ich war nicht mehr das Opfer meines Lebens, sondern immer mehr der Gestalter davon.

Heute bin ich sehr dankbar und auch glücklich darüber, dass ich es so aus meiner Opferrolle heraus-geschafft habe und immer mehr meine Selbstverantwortung lebe. Es ist ein Prozess geworden, der mir immer leichter fällt. Da ich meine Aufmerksamkeit und damit den Energiefluss in eine andere Richtung gelenkt habe, hat sich so Vieles verändert und mir eine Lebensqualität gebracht, wie ich sie mir in meiner Opferrolle nicht zu träumen gewagt habe.

Wie setze ich das in die Praxis um?

Jetzt geht es an Eingemachte. Der oben beschriebene Prozess beginnt mit meinen Gefühlen. Was macht es mit mir, wenn ich kaum das notwendige Geld habe, um einigermaßen über die Runden zu kommen? Welche Gefühle steigen auf, wenn mein Partner mich schlecht behandelt? Wie fühle ich mich mit der Parkbeule am Auto, wenn das Geld sowieso schon knapp ist und die Reparaturkosten an mir hängen bleiben?

Werde ich wütend? Bin ich enttäuscht? Oder traurig? Steigt Hass in mir hoch? Schäme ich mich in Grund und Boden, weil ich nicht genügend Geld habe? Habe ich das Gefühl, wertlos zu sein? Was genau kommt da hoch?

Es geht nicht darum, die Parkbeule zu lieben oder mich weiterhin schlecht vom Partner behandeln zu lassen. Es geht darum, die aufkommenden Gefühle zu erkennen, die dahinter liegenden Glaubenssätze zu identifizieren, sie aufzulösen und damit den Energiefluss in eine andere Richtung zu lenken.

Das funktioniert in den meisten Fällen mit einer Herzintegration!

Dankbarkeit als Schlüssel, um die Fülle des Lebens entgegennehmen zu können

Wir neigen dazu, unangenehme Gefühle zu verdrängen, weil wir nie richtig gelernt haben, damit umzugehen. Unsere Gefühle sind aber unsere Wegweiser. Sie zeigen uns ständig, wo es gut in unserem Leben läuft und wo nicht. Und genau dort, wo es in unserem Leben hakt und vielleicht auch unangenehmen ist, dort gilt es hinzusehen. Denn dort liegen unsere Wachstumsschritte verborgen und mit jedem erledigten Schritt erhöht sich unser Wohlbefinden und unsere Lebensqualität.

Also: sei dankbar für alle Deine Gefühle, denn sie sind die wichtigsten Freunde und Helfer in Deinem Leben – auch wenn es sich nicht immer sofort danach anfühlt. 

Wer diesen Prozess verinnerlicht und lebt, „dem wird gegeben, so dass er die Fülle habe“.

Was echte Dankbarkeit im Leben bewirken kann

Alles, wofür Du echte Dankbarkeit fühlen kannst, kann wachsen. Nehmen wir dazu folgendes Beispiel:

Am Ende vom Geld ist noch Monat übrig? Sei dankbar für das Geld, was Du bekommst und hast und das, wofür dankbar bist, das wächst. Lenke Deine Aufmerksamkeit auf das, was da ist und nicht auf den Mangel. Es ist die andere Seite der gleichen Medaille, hat aber enorme Auswirkungen auf Dein Leben. Und es ist nur ein Sichtwechsel notwendig, mehr nicht!

Du sagst, das geht bei Dir nicht?

Dann schaue Dir an, welche Gefühle in Dir hochsteigen, wenn Du aus Deiner Sicht nicht genug Geld hast. Benenne die Gefühle, so gut es für Dich geht. Finde heraus, was tatsächlich die Ursache für diese Gefühle ist. Lese es im morphischen Feld oder lasse es Dir lesen. Du wirst sehen, dass es sich um destruktive Glaubensätze handelt. Und dann: löse sie z.B. mit der Herzintegration auf.

Danach spüre Dich wieder hinein, ob Du dankbar dafür sein kannst, was Du bekommst oder hast. Es geht jetzt? Super! Da ist noch was? Dann wiederhole den Vorgang, bis Du dankbar sein kannst.

Dieses Prinzip kannst Du auf alle Lebensbereiche anwenden und das bewirkt, dass Du mit Dankbarkeit buchstäblich Dein ganzes Leben auf den Kopf stellen kannst. Woher ich das weiß? Weil ich es selbst gelebt und erlebt habe.

Dankbarkeit für meine Gefühle 

Ich persönlich glaube, dass die Dankbarkeit für alles, was an Gefühlen bei mir hochkommt, mit der wichtigste Schritt in meinem Leben ist. Es ist für mich gelebte Selbstliebe, gerade auch die unangenehmen Gefühle zu sehen, zu würdigen, anzunehmen und mit der Herzintegration aufzulösen.

Diese Vorgehensweise ermöglicht es mir, gegenüber Allem, was sich in meinem Leben zeigt, früher oder später dankbar zu sein.

Danke!

Frank

Mehr über MFL Coach Frank Wernoth

 

PS.: Für die MFL Family Mitglieder wird es ein Online Event zum Thema Dankbarkeit geben. Hier findest du mehr Infos

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