Von dem Versuch, es besonders gut machen zu wollen

von | 10. Apr 2020

Vielleicht kennst du es auch: Immer wieder wollen wir etwas besonders gut machen und setzen uns damit unter enormen Druck. Und am Ende geht es doch schief. Das morphische Feld Lesen kann dir dabei hellfen, den Druck rauszunehmen. Ich erzähle es dir anhand eines erlebten Beispieles…

Eine junge Frau aus einer erfolgreichen Schweizer Traditionsfamilie kam zu mir ins Coaching, weil sie ziemlich viel inneren Stress verspürte.

Ich fragte im morphischen Feld, was denn die erste Ursache für diesen inneren Stress sei. Es kam, sie wolle es besonders gut machen. Sie rief laut aus: „Ja, genau so ist es!“

Ich fragte im Feld, was jetzt zu tun ist: Es kam die Antwort: „Tee trinken“. Früher hätte mich die Antwort verwirrt. Heute bin ich ganz entspannt, hinterfrage die Antwort im morphischen Feld und schaue, was passiert.

Ich nahm also einen Schluck Tee. Dann sagte ich: jetzt versuche ich, besonders gut Tee zu trinken. Ich setzte mich übertrieben gerade hin, spannte meine Muskeln an, führte krampfhaft die Tasse zum Mund und war sehr erleichtert, die Tasse wieder abzusetzen, um mich endlich wieder zu entspannen. Ich hatte Muskeln angespannt, die ich sonst nie zum Tee trinken nutze.

Der nächster Versuch: Ich übertrieb völlig mit meiner Mimik, um den Tee besonders gut zu meinem Mund zu führen. Wir fingen an zu lachen. Es war urkomisch. Egal, was ich auch unternahm, es konnte den ersten Schluck Tee nicht übertrumpfen.

Dieses Erlebnis war so eindrücklich.

Die Erkenntnis: Der Versuch, es besonders gut zu machen, ist echt zum scheitern verurteilt.

Einfach machen und gut. Nur warum versuchen wir oftmals, es besonders gut zu machen?

  • Um besser da zu stehen?
  • Um perfekt zu sein?
  • Oder um mehr oder überhaupt Erfolg, Zuneigung, Liebe zu erhalten?
  • Um sich besser zu fühlen?
  • Um seine Position zu sichern oder weiter auszubauen?
  • Vielleicht um zu beweisen, dass man es auch kann oder sogar noch besser?
  • Um dazu zu gehören?
  • Aus Angst, nicht gut genug zu sein?

Die Gründe sind vielfältig. Die Auswirkungen sind auch vielfältig: Nicht nur mehr Muskelkraft wird aufgewendet. Der Versuch, es besonders gut zu machen, hindert uns auch daran, authentisch zu sein. Wir spielen unbewusst eine Rolle. Dabei wenden wir mehr Energie und auch Zeit auf, als notwendig ist.  Wir laufen unnötigen Erwartungen hinterher.

Was kannst du nun tun?

Zum einen auf jeden Fall hineinzuspüren, was bei dir in Resonanz geht mit den genannten Gründen.

Vielleicht kommen bei dir noch ganz andere Gründe hoch. Die Herzintegrationen helfen, die Gründe anzunehmen und loszulassen. Für jeden einzelnen Grund kannst du eine Herzintegration sprechen. Die Wirkung ist sofort spürbar.

Und mit dem hinterfragen im morphischen Feld, kannst du auch die vielfältigen Gründe hinterfragen. Denn sie sind oft mit anderen Lebenssituationen verbunden, also kannst du z.B. im morphischen Feld fragen, in welchen Lebensbereichen oder Situationen du es besonders gut machen willst.

Und du kannst fragen, was zu tun ist, damit diese Gründe in Heilung kommen. Somit kannst du auch in anderen Lebensbereichen wieder mehr Gelassenheit empfinden, um dich selbst wieder besser spüren und noch bewusster wahrnehmen, was ist. Tun, was zu tun ist und sogar eine Menge Zeit und Energie sparen, weil diese dann gezielt woanders eingesetzt werden kann.

Ich lade dich ein, diese Erfahrung in einer Alltagssituation selbst auszuprobieren.

Und wenn du merkst, dass du dich plötzlich in einer Situation wiederfindest, wo du etwas besonders gut machen willst, erinnere dich, entspann dich und tu es einfach.

Herzensgrüsse und viel Freude beim ausprobieren,
Heike

 

Heike Winter

MFL Coach

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