“Das Herz zeigt dir, wo es lang geht!
Dein Verstand, wie du dahin kommst!”

Kurt Zyprian Hörmann, Gründer von MFL

 

Vom Traumberuf zur Bestimmung

München, 1987. Auf dem Börsenparkett war es laut. Bildschirme, Rufe, Telefone, das ganze Getöse einer Welt, die niemals stillsteht. Und ich mittendrin, frisch als Bankkaufmann nach München gekommen und begeistert vom Investmentbanking. Das war mein absoluter Traumberuf, den ich viele Jahre mit voller Überzeugung gelebt habe, und es war eine gute und aufregende Zeit.

Meine Bodenständigkeit verdanke ich meinen Eltern, die beide vom Bauernhof kamen. Mein Vater war Elektromeister und handwerklich ausgesprochen geschickt, und von ihm lernte ich anzupacken. Meine kluge Mutter gab mir einen Satz mit, den ich bis heute höre, wenn ich vorschnell mit dem Finger auf jemand anderen zeige: Drei Finger zeigen immer auf dich selbst zurück.

Trotz meines Traumberufes begann mein Körper irgendwann zu meutern. Es gab keinen großen Zusammenbruch, sondern einen schleichenden Burnout. Am 31. August 1999 ließ ich bei meiner Heilpraktikerin zum ersten Mal aus dem morphischen Feld lesen. Was sie dabei über mich sagte, konnte sie unmöglich wissen. Am Ende saß ich da und wusste nur eines: Das will ich auch können.

Im Januar 2000 besuchte ich meinen ersten Kurs und noch im selben Jahr kündigte ich, von heute auf morgen, ohne Plan B und mit nur einem Satz im Kopf: Ich will mit Menschen arbeiten.

Die Methode, die ich gelernt hatte, funktionierte, war mir aber viel zu umständlich. Bei meiner Suche nach einem einfacheren Weg gab mir eine Bekannte den entscheidenden Hinweis: „Du brauchst eine gute Erdung. Die muss aus dem Bauch und aus der eigenen Mitte kommen.“ Daraus entstand MFL® Morphisches Feld Lesen, auch weil ich, ehrlich gesagt, ein bisschen ein fauler Hund bin. Wenn etwas kompliziert ist, mache ich es einfacher, für mich und für alle, die später mit mir arbeiten.

Am 13. April 2006 leitete ich in Berlin meinen ersten Basisworkshop. 2011 erschien mein erstes Buch „Fühlen ist klüger als Denken!“, in dem ich zum ersten Mal in Worte fasste, was ich bis dahin vor allem in meiner Arbeit vermittelt hatte. Später begann ich, Trainer und Coaches für MFL auszubilden.

Heute wird MFL im gesamten deutschsprachigen Raum angewendet. Mehr als 10.000 Menschen haben an unseren Angeboten teilgenommen und über 200 Coaches und Trainer arbeiten mit der Methode. Diese Zahlen erfüllen mich mit Stolz, weil sie zeigen, dass sich MFL in der Praxis bewährt hat.

Menschen im Herzen berühren und sie zu erinnern, wer sie in Wahrheit sind.
Ihre Themen zu transformieren und sie auf ihrem Weg zu begleiten wieder fühlende Wesen zu sein und damit ihr irdisches Mensch sein wieder mehr genießen zu können.

Für mich ist MFL dennoch keine Marke, die ich vor mir hertrage, sondern die Sprache, in der ich arbeite. Sie ist geerdet, klar und auf die eigentliche Ursache eines Themas ausgerichtet, sodass wir schneller zu dem kommen, worum es wirklich geht. Das schafft Klarheit, löst innere Blockaden und macht den nächsten Schritt wieder sichtbar.

Noch wichtiger als jede Methode ist für mich jedoch der Blick auf den Menschen. Ich sehe jeden Menschen in seinem Wesen als vollkommen an, nicht perfekt, aber immer vollkommen. Entwicklung bedeutet deshalb für mich nicht, sich selbst zu reparieren, sondern immer mehr von dem zu leben, was bereits in einem angelegt ist.

Wenn jemand zu mir kommt, sehe ich zuerst sein Potenzial und nicht sein Problem. Ich gebe Raum, statt Vorgaben zu machen, und traue Menschen häufig mehr zu, als sie sich selbst zutrauen. Mir ist wichtig, dass jemand nach unserer gemeinsamen Arbeit nicht nur besser versteht, was ihn bewegt, sondern auch weiß, wie es für ihn weitergehen kann. Dabei möchte ich niemanden an mich binden, denn gute Begleitung zeigt sich für mich darin, dass ein Mensch irgendwann selbstständig und mit mehr Vertrauen in sich weitergehen kann.

Das bedeutet nicht, dass es bei mir immer kuschelig zugeht, denn ich bin geradeheraus und spreche es an, wenn sich jemand selbst etwas vormacht. Als Sparringspartner bin ich wohlwollend, aber ehrlich, denn ohne Ehrlichkeit ist wirkliche Veränderung kaum möglich.

Herz und Verstand gehören für mich zusammen, denn das Herz zeigt die Richtung und der Verstand hilft uns, dort anzukommen. Dafür braucht es die Wahrheit, nicht um die Ohren gehauen wie ein nasser Lappen, sondern umgelegt wie ein wärmender Mantel.

Ich erkläre gern mit Beispielen, auch mal bewusst übertrieben, wenn es der Sache hilft, und ich kann herzlich über mich selbst lachen. Am meisten freut es mich, wenn Menschen wieder klarer sehen, eigene Entscheidungen treffen, mit neuem Mut und neuer Freude weitergehen und erkennen, dass viele der Antworten, nach denen sie gesucht haben, längst in ihnen liegen. Genau dafür mache ich diese Arbeit, aus einem Grund, der für mich immer noch der einfachste und wahrste ist: Ich liebe Menschen!

 Arohanui

(Maori für viel Liebe)

Kurt Zyprian Hörmann

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